Letzte Woche war es wieder soweit, ich bin endlich mal wieder bowlen gewesen. Leider gehe ich viel zu selten bowlen, obwohl es einfach unheimlich viel Spaß macht. In einer Gruppe von sechs Leuten machten wir uns auf den Weg ins Brunswick Bowling-und Freizeitcenter in Eschersheim. Hier gefällt es mir einfach am besten. Insgesamt gibt es 42 Bahnen, also eindeutig genügend Platz. In geselliger Runde legten wir dann los mit dem Bowling. Die ersten Würfe nach längerer Abstinenz, waren dann doch sehr holprig und rollten immer wieder ins Aus. Doch mit der Zeit und der richtigen Kugel, klappte es immer besser und unser Bowling Wettkampf kam so richtig in Fahrt.
Die Preise im Brunswick liegen unter der Woche im Schnitt bei rund 22 Euro - pro Bahn und pro Stunde. Am Wochenende bei rund 28 Euro.[...]
Gerade eben haben ich mir mal wieder Karten für ein Konzert in der legendären Batschkapp bestellt. Denn am 20. Juni heißt es dort wieder "Jump Around", wenn kein geringerer als "House of Pain" in Originalbesetzung dem Publikum mächtig einheizen wird. Doch auch an jedem anderen Tag, ist die Batschkapp der Garant für maximale Konzertunterhaltung.
Die Batschkapp, welches übrigens die hessische Bezeichnung für eine Schiebermütze ist, gilt in Frankfurt als der Rockclub schlechthin. Schon 1976 gegründet, um vor allem gegen den Strom zu schwimmen und sich gegenüber anderen Clubs und Discos abzuheben, waren hier anfangs vor allem die autonome und linke Gegenkultur anzutreffen. Stammgast damals unter Anderem Joscka Fischer. Dies prägte den Club natürlich und gilt daher ohnehin nicht als der[...]
Ich weiß nicht, was das soll. In der Römerstadt stehen die frühen Reihenhäuser aus den 20er Jahren. Bunkerähnlich, Tür, Fenster, Zimmer, Schluss! Der sogenannte „Rundling“ an der Hadrianstraße ist wenig einladend. Niedrige Fenster lassen dahinter hansapilstrinkende und plasmafernseherbesitzende Transferleistungsempfänger vermuten. Die im Erdgeschoss liegende Kneipe trägt zwar einen mediterranen Namen, sieht aber allein der trostlosen Fensterfront wegen so aus, als würde der Transferleistungsempfänger von oben hier öfter mal ein paar Jägermeister trinken und ein paar HBs rauchen.
Ihr alter LiFB kann es nicht verleugnen: ich bin ein kleinbürgerlicher Ästhetenspießer. Ich finde schöne Häuser schön und hässliche hässlich. Ich mag Gärten, Obstbäume, bunte Fassaden und Sprossenfenster.[...]
In einem Smalltalkgespräch zu einem Frankfurter sagen: „Eigentlich wollte ich ja nach Offenbach. Aber gut: man nimmt, was man kriegt.“ (Achtung Studenten der HfG Offenbach!)
In der Äbbelwoiwirtschaft Stalburg einen „großen Süßgespritzten“ bestellen und sagen: „Ich brauch da Limo drin, das schmeckt sonst so nach eingeschlafenen Füßen.“
Die Total-Tankstelle an der Kreuzung Adickesallee/Eckenheimer Landstraße als Total-Tankstelle bezeichnen. Die wurde als Fina gebaut, wird immer noch Fina genannt, und das wird auch verdammt nochmal so bleiben!
Am Ben-Gurion-Ring in Bonames nach dem Weg zur Synagoge fragen.
In Harheim einen Kahlgeschorenen nach dem Weg zur Synagoge fragen.
Einem Bewohner des Ben-Gurion-Rings erklären, wer Ben Gurion war.
Bei „Best Worscht in Town“ am Grüneburgweg eine Currywurst[...]
Wie oft bin ich als Kind durch das Eingangsgebäude des Eschersheimer Freibades an der Nidda gegangen, habe mich vom Bademeister erst kritisch beäugen und dann anbrüllen lassen („Mit dem Eis weg vom Beckenrand!“ – „Noch einmal so auf der Rutsche und du fliegst raus!“). Wie oft las ich das Schild „Schüler aus den Partnerstädten Lyon, Mailand und Birmingham erhalten freien Eintritt“ und fragte mich, ob denn jemals ein solcher Schüler hier war. Wie arg habe ich etwas später geflucht, weil das Eschersheimer Freibad zu einem Vergnügungspark der streitfreudigen Unterschichtjugend wurde, deren Eltern Höflichkeit und die Achtung der Ruhe anderer nicht als Ziel einer erfolgreichen Erziehung betrachteten, und die mit ihren „Schfickdeinemutter“- und „Schbringdschum“-Rufen den Freibadgang einer[...]
Das hatte ich verdrängt. Einst haben wir in eben jenem Biergarten, in dem ich jetzt sitze, unsere Klassenkasse versoffen. Als wir dort rausgekehrt wurden, sind wir noch in den Elfer gegangen, eine Punkkneipe in unmittelbarer Nähe. Trotzdem ging ich am nächsten Tag pünktlich um 7:45 Uhr zum letzten Schultag, um mein Zeugnis abzuholen. Dort geschah, was geschehen musste.
„Hey! Der Kotzer ist da!“ brüllt er in die Runde. Sofort geht ein Grölen durch die Masse. Ich rede, trinke aus Bembeln und Krügen, schüttle Hände und klopfe auf Rücken. Immer wieder kommen neue Leute.
„Wie du der ollen Jahnke damals vor die Füße gekotzt hast, das war echt ganz großes Kino.“
Die Baracke, in der das geschah, ein Behelfsbau aus den 60ern, ist mittlerweile abgerissen.
Es ist halb zwölf, der Drosselbart will[...]
Der Inhaber des Fahrrad-Nuss (Name geändert) war berüchtigt für seine Unfreundlichkeit und sein allgemeines Arschlochtum. Ging man durch seinen Laden, sah ein Fahrradutensil und fragte: „Was kost’n des hier?“ so antwortete er stets: „Geld.“ Ließ man ein Fahrrad zur Reparatur da, so hieß es: „Sobald isch damit fertig bin, holste des sofort ab, klar? Isch will mei Werkstatt net mit Fahrrädern vollstehe habe.“
Im großen und ganzen also jemand, dem man am liebsten zurufen möchte: „Du dummes Arschloch, geh zugrunde an deiner pissigen Art und erstick an dem Geld, das ich dir bisher in den Rachen geworfen habe, was ich übrigens bitter bereue!“ Nur leider war der Fahrrad-Nuss eben der einzige Fahrradladen in Eschersheim und nutzte diese Monopolstellung insbesondere gegenüber der Eschersheimer[...]
Nuschelnde Mädchen, die sich hässlich fühlen und deshalb von wohlmeinenden Pädagogen und Eltern auf die Bühne gezwungen werden. Halbwüchsige mit einem Drang zur Selbstdarstellung aber ohne jedes schauspielerische Talent. Jugendliche, die den Unterschied zwischen „ch“ und „sch“ nicht kennen und Lehrer, die von Theater keine Ahnung haben, die eigentlich Deutsch und Sozialkunde in der Unterstufe unterrichten aber von der Schulleitung dazu verdonnert wurden, eine Theatergruppe zu leiten.
Ebenso hat man gelitten durch die gespielten Stücke selbst. Zum fünfundzwanzigsten Mal muss man sich „Romeo und Julia“ ansehen, modernisiert und ins kriminelle Bandenmilieu verlagert. Holla, was für eine neue Idee! Oder Unausgegorenes: „Das ist so ’ne Collage, aus der Improvisation entstanden.“ Gott im Himmel,[...]
Aber Biergärten, die den Namen verdienen, fallen mir nur zwei ein: Der Drosselbart am S-Bahnhof Eschersheim und das Wäldches am Rande Ginnheims.
Wenn Sie sich richtig betrinken wollen, gehen Sie in den Drosselbart. Dort sind S- und U-Bahn in fußläufiger Entfernung und auch ein Taxistand ist nicht weit entfernt. Ins „Wäldches“ sollten Sie nur gehen, wenn Sie diszipliniert sind oder tagsüber bei einer Fahrradtour einen kurzen Halt einlegen wollen. Das „Wäldches“ liegt nämlich in den Niddawiesen, umgeben von Sportplätzen, einer Bahnstrecke, einer Autobahn, einem kleinen Waldstück, einem großen Park und der Nidda. Wer dort betrunken ist, könnte für seinen Heimweg etwas länger brauchen. Wenn Sie ortsunkundig sind, gehen Sie nicht auf eigene Faust los! Sie werden sich entweder in den[...]
Der Elfer rekrutiert seine Klientel aus allen Schichten, hat aber tatsächlich eine deutliche Punkfahne: hier trinken sich Siebzehnjährige warm, die anschließend in die benachbarte Teeniedisco gehen. Hier spielt der mittelalte Sozialpädagoge Billard. Hier trinkt der bierbäuchige Automechaniker seine fünf Hefeweizen, um dann Ärger zu machen, und der Webdesigner mit der stylo-geilo Brille geht hier zum Konzert einer lokalen Emoband, die im Keller spielt. Und bis vor ein paar Jahren gehörten auch noch zwei Herren zum Inventar, die bereits deutlich über siebzig waren, immer in der Ecke saßen, Mundharmonika bliesen und den Tisch als Schlagzeug benutzten.
Und es gab eine Redensart: "Was im Elfer passiert, bleibt im Elfer." Dieser Spruch, der üblicherweise auf Junggesellenabschiede, Luxusyachten[...]
Hier schreiben Frankfurter für Frankfurter. Erfahrt mehr über das Leben in Frankfurt: über Restaurants, Lifestyle und die zahlreichen Veranstaltungen in der Finanzmetropole am Main.